Umwelt, Energie und Sicherheit

Bell verfolgt die Nachhaltigkeit in einem umfassenden Ansatz, der die drei Aspekte Ökonomie, Ökologie und Sicherheit mit einbezieht. In allen drei Bereichen will Bell innerhalb der Branche zu den besten Unternehmen gehören. Im Zuge der internationalen Expansion von Bell gilt es dabei, die unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern zu berücksichtigen.

Ökologie

Aufgabe von Bell ist die Gewinnung von Fleisch für die Herstellung von genussvollen und sicheren Fleischprodukten. Das Unternehmen bekennt sich zur Produktion aus artgerechter Haltung und Fütterung. Bell stellt die lückenlose Rückverfolgbarkeit des verwendeten Fleisches sicher und informiert Kunden und Konsumenten mittels ausführlicher und transparenter Deklaration über dessen Herkunft. Dies im Rahmen der länderspezifischen gesetzlichen Vorgaben.

Ausserhalb der Schweiz betreibt die Bell Gruppe keine Schlachthöfe, sondern kauft sämtliches Rohmaterial verarbeitungsfertig zu.

In der Schweiz betreibt die Bell Gruppe eigene Schlachthöfe und Zerlegebetriebe zur Fleischgewinnung und kauft nur ergänzend zu. Die bei der Fleischgewinnung anfallenden Nebenprodukte sammelt Bell in einem getrennten Warenstrom unter sicheren und hygienischen Bedingungen. Das auf die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten spezialisierte Unternehmen Centravo verwertet diese Nebenprodukte auf ökologische und wirtschaftliche Weise. Gemeinsam mit anderen grösseren Schweizer Fleischverarbeitern hält Bell eine finanzielle Beteiligung an Centravo. Die Bündelung der Nebenprodukte von mehreren Fleischverarbeitern ist eine wichtige Voraussetzung für eine ökologisch sinnvolle Verwertung.

Aufgrund der geltenden Hygieneanforderungen und Konsumentenerwartungen stellt die Fleischverpackung einen anspruchsvollen Produktionsschritt dar. Bell ist bestrebt, im Einklang mit Konsumenten und Verteilern die ökologisch sinnvollste Verpackung zu finden. So bemühen wir uns, im Papier- und Kartonbereich Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen einzusetzen. Erster Erfolg sind Sandwichverpackungen aus einer Folien-Karton-Kombination, die aus FSC-zertifiziertem Holz hergestellt wird.

Das Verwertungskonzept von Reststoffen ist ein elementarer Bestandteil des Umweltmanagements von Bell. Reststoffe werden wenn möglich vermieden und nicht vermeidbare Reststoffe minimiert und umweltverträglich verwertet. Bell unterteilt die Reststoffe nach der Möglichkeit zur stofflichen, biologischen oder thermischen Verwertung. Bei der Reststoffverwertung hat Bell 2009 weitere Fortschritte erzielt: Mehr Reststoffe als in den Vorjahren konnten wir trennen und so dem Recycling zuführen.

An allen Standorten der Bell Gruppe werden in Bezug auf die Nachhaltigkeit laufend Optimierungen vorgenommen. Exemplarisch dafür die Arbeiten am Standort Börger in Deutschland: Dort wurde mit einem ortsansässigen Landwirt eine Biogasanlage geplant, von der ab Dezember 2009 preiswert die Abwärme für die Heizregister der Rohwurstreifekammern abgenommen wird. In diesem Zusammenhang wurden auch die Heizregister von Dampf- auf Warmwasserzufuhr ausgetauscht.

Energie und Wasser

Bell ist bestrebt, in der gesamten Gruppe den CO2-Ausstoss zu verringern. Die Rahmenbedingungen sind allerdings von Land zu Land verschieden und damit auch die konkreten Schritte in den einzelnen Ländern.

In der Schweiz hat Bell sich auf ein Reduktionsziel im Rahmen der der CO2-Gesetzgebung durch eine Vereinbarung mit der Energie Agentur der Wirtschaft (EnAW) verpflichtet. Die EnAW ist eine Dienstleistungsplattform für Unternehmen und steht für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele. Bell will bis ins Jahr 2010 in der Schweiz den CO2-Ausstoss gegenüber dem Stand von 1990 um zehn Prozent senken.

Bell hat die Anstrengungen beim Energiesparen aus ökonomischen und ökologischen Interessen in den letzten Jahren verstärkt. Mit einem aktiven Energie-Controlling, das Menge und Kosten sämtlicher Energien, des Wasserverbrauchs, der Reststoffe und der tierischen Nebenprodukte monatlich zentral erfasst, kann Bell auf Abweichungen sofort reagieren. Durch dieses aktive Controlling und die daraus resultierenden Verbesserungen hat Bell den Energieverbrauch bereits signifikant reduziert. Ausserdem optimiert Bell die eigene Infrastruktur nicht nur nach wirtschaftlichen und sicherheitstechnischen Gesichtspunkten, sondern auch nach energetischen. Am Hauptsitz in Basel und bei ZIMBO werden neu CO2 reduzierende und energiefreundlichere Elektrofilter für die Rauchvernichtung eingesetzt anstelle der mit Erdgas betriebenen Nachverbrennungsanlagen. Auch in den kommenden Jahren wird das Unternehmen daran arbeiten, den Energieverbrauch weiter zu verringern.

2009 hat Bell aufgrund gezielter Massnahmen den Wasserverbrauch reduziert. Verbrauchsintensive Vorgänge werden fortlaufend mit Wasserspardüsen und -sparschaltern ausgerüstet. Zudem wurden die Mitarbeiter zum Thema Wassersparen gezielt geschult und sensibilisiert. Bell überprüft auch künftig laufend die Arbeitsprozesse und achtet bei der Beschaffung von Anlagen konsequent auf einen niedrigen Wasserverbrauch.

Arbeitssicherheit

Die Sicherheit und die Gesundheit der Mitarbeiter sind für Bell ausserordentlich wichtig. In jedem Betrieb besteht ein Sicherheitskonzept. An jedem Standort gibt es einen Sicherheitsbeauftragten, an den grösseren Standorten auch Arbeitsausschüsse für Sicherheit. Um die Sicherheitsstandards weiter zu erhöhen, hat Bell 2009 an allen Standorten regelmässig interne Sicherheitsaudits durchgeführt. Daraus wurden Verbesserungsmassnahmen abgeleitet und umgesetzt.

Die Auswirkungen der Influenza-Pandemie (H1N1) waren nicht gravierend. Der milde Verlauf hat uns die Gelegenheit gegeben, den Ernstfall einer Pandemie unter erleichterten Bedingungen durchzuspielen und unser Pandemiekonzept zu verfeinern.




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