Qualitätsmanagement und Lebensmittelsicherheit

Die Bell Gruppe betreibt ein umfassendes Qualitätsmanagement auf der Grundlage der Vorgaben von «IFS Food 5», «BRC Global Standard for Food Safety Issue 5» und teilweise «QS». 2009 hat Bell in sämtlichen Betrieben der Firmengruppe interne und externe Audits abgehalten. Ziel des Qualitätsmanagement-Systems ist es, sowohl die Produktqualität als auch die Einhaltung lebensmittelrechtlicher Vorgaben jederzeit und in jeder Hinsicht zu gewährleisten.

Interne Audits wurden an allen Standorten regelmässig durchgeführt und bewertet. Verschiedene externe Zertifizierungsaudits werden innerhalb der Bell Gruppe jährlich absolviert und konnten auch 2009 überall bestanden und bestätigt werden.

Alle Produktionsbetriebe wurden auf den «IFS Food 5»-Standard geprüft, die Logistik auf den Standard «IFS Logistics». In definierten Produktionsbetrieben wurde zusätzlich der «Global Standard for Food Safety Issue 5» des British Retail Consortium geprüft. In allen Betrieben konnten die Zertifikate bestätigt werden.

Verschiedene Bio-Labels (Bio, Bio Knospe, Öko) und andere Qualitätslabels (QS, Suisse Garantie, Marine Stewardship Council, Berg und Alp) wurden ebenfalls wieder an allen relevanten Standorten mit externen Audits bestätigt. Bestehende Zulassungen von zwei Betrieben für den Export von Fleischwaren in die USA und Kanada wurden in diesem Jahr wieder vom United States Department of Agriculture (USDA) durchgeführt und bestanden.

Über die jährlichen Zertifizierungen hinaus haben in einzelnen Werken zusätzlich verschiedene Kundenaudits stattgefunden. Des Weiteren wurde auch 2009 wieder die Kundenzufriedenheit anhand aussagekräftiger Kriterien untersucht. Der Vertrieb hat die Ergebnisse kundenspezifisch ausgewertet.

Alle Betriebe arbeiten mit einem HACCP-Konzept (Hazard Analysis and Critical Control Points), das zusammen mit dem Qualitätsmanagement bei Bedarf angepasst wird. Geschäftsführung, Produktionsleitung und Qualitätsmanagement stimmen sich regelmässig darüber ab. Unsere Mitarbeiter haben wir zu den Themen Hygiene und Lebensmittelsicherheit regelmässig und intensiv geschult. Dies hat bei ihnen zu einem verbesserten Hygiene- und Prozessverständnis beigetragen.

Die internen Audits werden in regelmässigen Abständen ausgewertet und die Ergebnisse, insbesondere Prozessabweichungen, in den Geschäftsleitungen präsentiert. Daraus resultieren dann Korrekturund Vorbeugemassnahmen. Zusätzliche Massnahmen werden im jährlichen Zielsetzungsprozess definiert und viermal jährlich überprüft. Die Massnahmen aus vorangegangenen Managementsystembewertungen überwachen die Geschäftsleitungen.

Beschaffung und Lieferantenqualifikation

Bell hat die Rahmenbedingungen für den Einkauf von Schlachttieren in Richtlinien festgehalten. Diese Richtlinien richten sich nach den länderspezifischen Gesetzen sowie nach unternehmens- und kundenspezifischen Merkmalen. Die Richtlinien schreiben die natürliche Aufzucht der Tiere sowie die artgerechte Tierhaltung vor und unterstreichen Tierwohl und -gesundheit.

Importiertes Fleisch stammt von Produzenten, die weltweit nach strengen Kriterien ausgewählt werden. Die Lieferanten unterziehen sich regelmässig internen und externen Audits und müssen die Einhaltung der von Bell definierten Vorgaben dokumentieren.

Bei der schweizerischen Geflügelmast arbeitet Bell exklusiv mit Vertragsmästern zusammen. Die dafür geltenden Rahmenbedingungen werden regelmässig mit der Interessenvertretung der Pouletmäster MOSEG festgelegt.

Handelswaren und Non-Food-Artikel beschafft Bell nach sozial-ethischen und ökologischen Kriterien und artikelspezifischen Einkaufsbedingungen. Dabei achten wir besonders auf einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Von unseren Lieferanten verlangen wir die Einhaltung der Standards der «Business Social Compliance Initiative » (BSCI).

Mit allen für unser Geschäft wesentlichen Lieferanten schliessen wir Qualitäts- beziehungsweise Lieferantenvereinbarungen ab. Für Primärverpackungsmaterialien bestehen Konformitätsbescheinigungen. Unsere wichtigsten Lieferanten überprüfen wir regelmässig.

Um unseren eigenen Hygienestandard auf hohem Niveau zu halten, verlangen wir von sämtlichen Primärverpackungslieferanten und Nahrungsmittellieferanten eine Zertifizierung nach IFS, BRC, HACCP oder ein gleichwertiges Zertifikat.

Neue Lieferanten unterziehen wir grundsätzlich einem Lieferantenevaluationsverfahren. Anbieter, die unsere Anforderungen erfüllen, werden in die Liste der freigegebenen Lieferanten aufgenommen und stehen dem Produktmanagement, der Entwicklung und dem Marketing zur Verfügung.




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